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EthaNa Projektpartner Fraunhofer IVV veröffentlicht Übersichtsartikel zu Rapsproteinen

Raps ist in Deutschland die meistgenutzte Ölsaat – weltweit nimmt er nach Ölpalme und Soja den dritten Platz ein. Bei der Ölgewinnung fallen große Mengen an proteinreichen Reststoffen an, aus denen hochwertige Proteinisolate gewonnen werden können. Da deren Einsatz im Lebensmittel- sowie Futtermittelbereich aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe limitiert ist, sind Rapsproteine auch für die chemische Industrie von potentiellem Interesse.
Ein Übersichtsartikel des EthaNa Projektpartners Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV gibt nun einen Überblick über diese alternative Anwendung. Von der Verarbeitung der Rapssaat, über Gewinnung und Modifikation der Rapsproteine bis hin zur Applikation in Produkten der chemischen Industrie werden in dem Artikel Forschungsergebnisse der vergangenen Jahrzehnte übersichtlich dargestellt.

Den Link zur Original-Veröffentlichung finden Sie hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0926669020309031

Projekt „TeFuProt“ nach 8 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit beendet

Projektpartner präsentieren ihre sehenswerte Bilanz

Die Innovationsallianz Technofunktionelle Proteine” kurz “TeFuProt” ist eine von sechs strategischen Allianzen, die aus der Fördermaßnahme „Innovationsinitiative Industrielle Biotechnologie“ des BMBF hervorgegangen ist.

In diesem Forschungsvorhaben kam dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) die Aufgabe zu, aus Reststoffen der industriellen Rapsölproduktion Proteine zu isolieren und nachfolgend zu modifizieren. Die sogenannten Proteinisolate zeichnen sich durch eine Vielzahl an interessanten und zweckmäßigen Eigenschaften aus, die durch die Industriepartner des Projektes in unterschiedlichste Produkte, wie Farben, Lacken, Kunststoffen, Klebstoffen, Schmierstoffen und Reinigungsmitteln eingearbeitet wurden. In einigen Fällen gelang so die Entwicklung vielversprechender Produktinnovationen, wie bioabbaubarer Folien, Isolierschäume, Farbübertragungsinhibitoren in Waschmitteln, oder aus Extraktionsresten produzierte Faserplatten.

Fraunhofer CBP stellt Reststoffe bereit.

Im Rahmen der Arbeiten am Projekt EthaNa stellte das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) weitere anfallende Rapsrückstände zur Verfügung. Hier wird in Sachen Rapsverarbeitung auch zukünftig weiter geforscht und von den Projektpartnern auf interessante Produkte und Anwendungen untersucht. Der Arbeitsauftrag lautet herauszufinden, in wie weit das schonende Ethanol-basierte Verfahren zu höheren Ausbeuten, sowie einer optimierten Funktionalität der Produktfraktionen aus der alternativen Rapssaatverarbeitung führen kann.

Die ausführliche Pressemitteilung des BMBF zum Abschluss des Projekts „TeFuProt“ finden Sie hier:„TeFuProt“ finden Sie hier: https://www.bmbf.de/de/proteine-aus-raps-resten-bereichern-technik-und-industrie-13575.html

“EthaNa international”

Das durch die FNR und vom BMEL national geförderte Verbundprojekt EthaNa gerät nun zunehmend auch in den Fokus ausländischer Firmen und Forschungseinrichtungen. So nutzt man jede Möglichkeit das außergewöhnliche Projekt auch über die Grenzen Deutschlands bekannt zu machen.

Im Juni folgten die Partner, B+B Engineering und Fraunhofer CBP, der Einladung zum AOCS Annual Meeting & Expo welche, bedingt durch die Corona-Präventionsmaßnahmen, als virtuelle Veranstaltung durchgeführt wurde. Alle Vorträge und Forschungsergebnisse wurden online präsentiert, wobei auch individuelle Interaktionen und Fragen über live Q & A Chats möglich waren.

Die Partner stellten EthNa dem interessierten Publikum am 26.06.2020 vor und stießen auf großes Interesse zu den bisher erfolgreichen ersten Pilotversuchen. Die beachtlichen Ergebnisse erhöhten die Vorfreude der geneigten Zuhörer auf weitere Pilotversuche im Bereich Extraktion und Produktaufarbeitung.

Eine weitere Möglichkeit den aktuellen Projektfortschritt international zu präsentieren, nutzen die Kooperationspartner im Rahmen des „World Congress on Oils & Fats“, der am 12 Februar dieses Jahres stattfand, damals noch als persönliches Event vor Ort.  Auch hier stieß man auf offene Interessenten für das neuartige Verfahren.

Seit Juni 2020 sind die Inhalte der EthaNa-Projekthomepage www.ethana.de auch international für englisch-sprachige Interessenten im In- und Ausland verfügbar unter www.ethana.eu. Auch so soll die Bekanntheit und Reichweite des neuartigen Prozesses gesteigert werden.

Erfolgreiche Inbetriebnahme des EthaNa Anlagenteils Rapsschälung


Es war eine Herausforderung für alle beteiligten Firmen und Projektpartner, die Montage der Rapsschälung soweit abzuschließen, dass die Anlage im April erfolgreich in Betrieb genommen werden konnte. Gemeinsam mit den Projektpartner B+B Engineering und AVA wurde eine Anlage zum Aufbrechen der Saatkörner mit anschließender Trennung der Bestandteile Schalen und Kernmaterial in einer Wirbelschicht ausgelegt und am Fraunhofer CBP aufgebaut. Im kontinuierlichen Betrieb kann eine Verarbeitung von bis zu 250 kg /h realisiert werden.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Verbundvorhaben und erster Schritt zur Demonstration des gesamten Verfahrens zur milden ethanolischen Extraktion geschälter Rapssaat. Der zweite Anlagenteil zum Aufschluss der Kerne und Extraktion wird derzeit konzipiert und soll 2020 in Betrieb genommen werden. Neue Produkte und Produkte mit verbesserte Qualität stehen mit dem EthaNa-Verfahren zur Verfügung. Potential bieten neben dem Rapsöl, Rapsproteine zur Anwendung im Lebensmittel- oder Futtermittelbereich, als auch zur Isolierung pharmazeutisch aktiver Substanzen wie Sinapin, Tocopherole oder Phytinsäure. Die Wertschöpfung des Rapses wird dadurch maßgeblich zu erhöht. Erste Gespräche mit potentiellen Kunden fanden statt, um weiterführende Forschungsaktivitäten für spezifische Applikationsentwicklungen abzustimmen.

Mit der Inbetriebnahme des Anlagenteils Rapsschälung ist nun der erste Schritt hin zur Errichtung der gesamten EthaNa Pilotanlage getan. Die weiteren Anlagenteile zum Aufschluss geschälter Rapssaat, Direktextraktion und Desolventierung folgen bis 2020. Somit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um weitere Untersuchungen, Optimierungen und Analysen des EthaNa-Verfahrens durchzuführen und neue Produktmuster bereitzustellen. „Wir sind unserem Ziel ein weiteres Stück näher gekommen, den EthaNa Prozess zur verbesserten und vollständigen Nutzung von Rapssaat innerhalb einer Raps-Bioraffinerie zu entwickeln und zu etablieren“, fasst Dr. Fabian Steffler, Projektleiter am Fraunhofer CBP, zusammen.


Aufbau Pilotanlage gestartet

Baubeginn der Rapsschälanlage
Am 17.12.2018 wurde am Fraunhofer CBP mit dem Aufbau der EthaNa Pilotanlage begonnen. Nach erfolgreichem Engineering des Anlagenteils Rapsschälung durch die Projektpartner B+B Engineering und unter Zuarbeit der AVA GmbH, finden nun die Bau- und Montagearbeiten statt. Bis Jahresende wird der technologische Stahlbau des Anlagenteils Rapsschälung errichtet (siehe Foto). Fertigstellung und Funktionstest des Anlagenteils ist für Ende März 2019 geplant.

EthaNa Verfahren auf ProcessNet vorgestellt

Vom 10. bis 13. September stellten Dr. Pufky-Heinrich und Dr. Steffler das EthaNa Verfahren auf der 33. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen in Aachen vor. Der Vortrag mit dem Titel „Neue Produkte aus Ölsaaten – Der Weg zu innovativen Bioraffineriekonzepten“ beleuchtete Innovationen bei der Rapsverarbeitung zur Erhöhung von dessen Wertschöpfung und ging dabei auch auf die Idee des EthaNa Verfahrens ein. Der Posterbeitrag mit dem Titel „Investigations on the ethanolic native extraction of rapeseed“ stellte erste Ergebnisse aus dem Projekt, sowie des Verbundkonzept zur Pilotierung, vor.

In der Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Chemie Ingenieur Technik“ Ausgabe September 2018 werden dazu auch 2 Artikel zum Projekt EthaNa veröffentlicht:

  1. Steffler, G.Börner, D. Pufky-Heinrich, Neue Produkte aus Ölsaaten – Der Weg zu innovativen Bioraffineriekonzepten, Chem.Ing.Tech, 2018 , 90 (9) , 1148.
  2. Steffler, S. Franke, R. Röver, A Pior, G. Börner, D.Pufky-Heinrich, Ethanolische native Extraktion geschälter Rapssaat, Chem. Ing.Tech, 2018 , 90 (9) , 1183.

ACHEMA 2018 – EthaNa Aufarbeitungsverfahren bald auch für andere Ölsaaten?

 

ACHEMA 2018 – EthaNa Aufarbeitungsverfahren bald auch für andere Ölsaaten?
Copyright @FNR/Gabriele Peterek

Die FNR organisierte gemeinsam mit den Verbundpartnern des EthaNa Konsortiums die Präsentation des Projekts auf der ACHEMA 2018 in  Frankfurt am Main. Informationen, sowie Ausstellungsstücke von Miccra, VetterTec und Proben des Fraunhofer CBP lockten viele Interessierte an. Insbesondere die Modelle des Rotor-Stator-Systems sowie die anschaulich dargestellte Trocknungseinheit weckte viel Aufmerksamkeit und regte potentielle Kunden zu intensiven Diskussionen an. Das Thema alternative ganzheitliche Nutzung von Ölsaaten wurde hier unter anderem auch für Anwendungen im Bereich Soja und Sonnenblume angefragt.

Wir danken der FNR für die Organisation des Messestandes und Betreuung der Ausstellungsstücke.

 

 

EthaNa auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, 19.01.-28.01.2018

Das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP präsentierte auf der Internationalen Grünen Woche das Verbundprojekt. Es kamen zahlreiche Besucher aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an den Messestand. Dem interessierten Publikum wurde das neue Verfahren zur ethanolischen Verarbeitung von Rapssaat anhand anschaulicher Exponate näher vorgestellt.

EthaNa Kick-Off-Meeting in Leuna

Im Rahmen des EthaNa Kick-Off-Meetings in Leuna am 25. September 2017 , fiel endlich der Startschuss für unser Projekt. Im Verlauf des Treffens wurden die anspruchsvollen Projektziele weiter konkretisiert und das Vorgehen zwischen allen Projektpartnern abgestimmt. Außerdem wurde ein detaillierter Zeitplan für den Bau der Pilotanlage erarbeitet. Abschließend erfolgte noch eine Besichtigung des Technikums am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse, in dem die Pilotanlage in den nächsten Jahren aufgebaut wird.


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